Warum „Honigbiene“

Deborah BertramMein Name ist Deborah (hebr.: „die Bienenfleißige“).

Im Juli 2016 begann alles mit der Gründung des Honigbiene Catering und im Oktober 2017 folgte der winzigkleine Laden auf der Roten Insel im sympathischen Schöneberg.

Nach meiner Ausbildung zur Köchin bei Sonja Frühsammer, Abschluss meines Wirtschaftsstudiums und über einem Jahrzehnt Gastronomie war es an der Zeit, eigene Wege zu gehen. Raus aus der Gourmet-Gastronomie verschlug es mich auf einen Ziegenhof im Brandenburger Luch. Über die Jahre habe ich viele tolle Erzeuger gesammelt, die du bei uns verarbeitet bekommst oder deren Produkte du im Regal findest.

Neben der Bedeutung meines Vornamens war die Honigbiene selbst Namenspatin. Für mich repräsentiert sie als tierisches Sinnbild Nachhaltigkeit. Albert Einstein soll einmal gesagt haben, wenn die Biene von der Erde verschwindet, bleiben dem Menschen noch etwa 4 Jahre zu leben. Ob er das nun wirklich gesagt hat oder nicht, es steckt sehr viel Wahrheit in dieser Aussage, denn die Biene ist eines der wichtigsten Tiere für die menschliche Ernährung. Die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen sichert uns ökologische Artenvielfalt, die Vielfalt an Nahrungsmitteln wie wir sie kennen und vor allem gute Ernten. Würde man ihre Wertschöpfung in EURO ausdrücken wollen ginge das weit in den Milliardenbereich hinein.

Doch leider geht der Bestand an Bienen weltweit zurück. Das mysteriöse Bienensterben hat keinen spezifischen Grund sondern ist eine Gesamtschau aus Pestiziden und Monokulturen der konventionellen Landwirtschaft, Viren, Krankheitserregern und dem Klimawandel.

Wir brauchen also Bienen – und wir brauchen ein Umdenken unserer Werte beim Thema Essen.

Respekt und Wertschätzung für Erzeuger, Tiere, Produzenten und gegenüber dem Nahrungsmittel an sich halte ich dabei für den mit wichtigsten Aspekt.

Ohne Dogmen zu schaffen, dem Genuss geschuldet.

In der Honigbiene und mit dem zugehörigen Catering, möchte ich das ganzheitlich umsetzen. Nicht nur mit dem Bio-Ei auf der Speisekarte auf den Ökozug aufspringen und das war’s dann. Vielmehr geht es auch um Bereiche, die du als Gast normalerweise nicht zu sehen bekommst. Nach denen Du aber ruhig fragen darfst und sollst!  Ökostrom und -gas, Mülltrennung, Lebensmittelumgang und Buffet-Management.

 

Die Honigbiene hat bisher keine Biozertifizierung – einige aus der Bio-Branche kennen sie inzwischen als Überzeugungstäterin;). Denn die Öko-Kontrolle ist ein administrativer Aufwand, den wenige kleine Unternehmen in der Lage sind, zu bewältigen. Da der Begriff „Bio“ geschützt ist, wirst du ihn auf unserer Speisekarte nicht lesen. Aus Respekt vor Unternehmen, die diesen Aufwand auf sich nehmen und leisten, aus Respekt vor dem wirklich guten Kontrollsystem und der jahrelangen Arbeit es aufzubauen, das dahinter steckt – und, weil wir es nicht dürfen;) Nichtsdestotrotz: Wir beziehen unsere Ware vom Berliner Bio-Großhändler Terra, der Markthalle IX sowie direkt von kleinen Erzeugern aus Berlin und Brandenburg.

 

Ich freue mich auf Deinen Besuch,

Deborah